Wasserschloss Kleinbardorf

Deutschland -> Bayern -> Rhön-Grabfeld -> Sulzfeld


Das Schloss in Sulzfeld schließt sich westlich an die Kirchenburg an. Es wird erstmals im Jahr 1520 erwähnt, als ein Würzburger Mannlehen des Grafen Wilhelm von Henneberg.
Der jetzt noch stehende Wohnbau entstand 1526, wie an der Sturzleiste des Stirnfensters des westlichen Erkers zu lesen ist.
Es handelt sich um eine zweigeschossige Frührenaissanceanlage mit hohem Satteldach. Das spitzbogige Eingangsportal befindet sich an der Nordwestseite. Hier sind im 1. Obergeschoss auch zwei reizvolle rechteckige Erker.
1548-52 entstand als Vorburg die Friedhofsbefestigung, deren Wehrmauer noch ca. 4 m hoch ist und auf der Dorfseite im Rundbögen geschlossene Stützarkarden hat, die sicherlich einst einen Wehrgang auf der Mauer trug.
Am Schloss fanden 1631 und 1663 noch Umbauten statt, wie die Jahreszahlen am Kellerfenster und am Zwingerportal ausweisen.
Das Schloss war der Sitz des Hennebergischen Amtes Sulzfeld. Als Sulzfeld 1583 nach dem Aussterben der Henneberger an das Hochstift Würzburg gefallen war, wurde das Würzburgische Amt Wildberg nach Sulzfeld verlegt, wo nun die im Schloss die Würzburgische Amtskellerei „Sulzfeld unter Wildberg“ untergebracht war. Nach dessen Auflösung im Jahre 1804 war das Schloss Sitz der staatlichen Forstverwaltung Sulzfeld bis 1970. Nachdem es dann bis 1990 als Erholungsheim der Arbeiterwohlfahrt gedient hat, ist es seit dieser Zeit im Privatbesitz.








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