Reichsstadt-Museum

Deutschland -> Bayern -> Ansbach -> Rothenburg ob der Tauber


Gegründet 1258 als Dominikanerinnenkloster vom kaiserlichen Beamten Lupold von Nordenberg. Als Adelsstift mit eigener Reichsfreiheit kam es immer wieder zu Zerwürfnissen mit der Stadt. 1399 verfügte ein Ordensbeauftragter, dass aufgrund der Mißstände (Hochzeiten, Gelage), ein Klosterpfleger die städtischen Interessen wahrnehmen dürfe. Außerdem sollte ab dieser Zeit immer eine bürgerliche und eine adelige Dame im Wechsel in das Kloster eintreten.

1554 starb die letzte Nonne, die Gebäude und die reichen Besitzungen der Nonnen fielen der Stadt zu. Der Konvent verfiel mehr und mehr; auch die Nutzung als Scheune und als Pfarrwitwensitz konnten den Niedergang nicht aufhalten. Nachdem 1804 der bayerische Staat die Reichsfreiheit der Stadt aufgehoben hatte, nutzte man das Kloster als Rentamt (Finanzamt); ließ aber zur Tilgung der städtischen Schulden die Kirche 1813 versteigern und zum Abriß freigeben. Seit 1936 Museum mit den städtischen Sammlungen.

Die Baugeschichte ist sehr diffus und heterogen. Begonnen hat man im Nordteil, gleichzeitig aber im Süden die Kirche hochgezogen. Der Kreuzgang ist im Erdgeschoß hauptsächlich im 13. Jahrhundert entstanden, ein großer Teil stammt aber auch noch aus der Bauphase der Priorin Magdalena vom Rein (ca. 1480-1500). Der letzte Trakt aus der klösterlichen Geschichte ist der Prioratsbau (1521, z.Zt. nicht zugänglich). In der ersten Hälfte des 18. Jhds. fanden viele Umgestaltungen statt, der Grund für diese ausgedehnte Kampagne ist unbekannt. 1980 hat man den Südkreuzgang rekonstruiert, um den Museumsrundgang schließen zu können.


http://www.reichsstadtmuseum.rothenburg.de/






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Reichsstadt-Museum Rothenburg ob der Tauber