Heimatmuseum Merkendorf

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Alte Urkunden, Stadtpläne und Fotos veranschaulichen die Stadtgeschichte. Die Dauerausstellung geht auf die Vor- und Frühgeschichte ein, berichtet von den Notzeiten der beiden Weltkriege und verrät auch, wie der Anker in das Merkendorfer Stadtwappen kam.
Merkendorfer Kraut

Krautfass und Krauthobel, ergänzt durch Fotos von der Ernte, dem Transport und der Verarbeitung des Weißkrautes, erinnern an die frühere Bedeutung Merkendorfs als Zentrum des Krautlandes. Schon um das Jahr 1500 lieferten Merkendorfer Weber Leinen an das Kloster Heilsbronn. Ihr Zunftsiegel von 1599 und die ausgestellten Zunftbücher lassen erkennen, wie das Weberhandwerk Jahrhunderte überdauerte. Hopfen wurde hier bis Ende des 19. Jahrhunderts angebaut und gesiegelt. Das Merkendorfer Hopfensiegel verweist auf die Nähe zur Hopfenstadt Spalt. Sechs Gastwirte und der Bader besaßen einst die Braugerechtigkeit. 1967 stellte die letzte Brauerei den Betrieb ein. Gegenstände aus dieser Brauerei erinnern an die alte Brautradition. Schon um 1900 bestand in Merkendorf ein Fotoatelier, dessen großer hölzerner Fotoapparat heute im Museum steht. Er ist zusammen mit alten Platten- und Rollfilmkameras ein Nachweis für die Weiterentwicklung der Fotografie.
Der ländliche Haushalt war einst weitgehend auf Selbstversorgung angewiesen, wie die Reihe "Vom Flachs zum Leinen" deutlich macht.
Der Besucher kann im Museum die bäuerliche Arbeitswelt vor der Mechanisierung kennenlernen. Hölzerne Pflüge und Eggen sind ebenso wie Geräte zum Säen, Ernten, Dreschen sowie zur Futter- und Streubereitung ausgestellt. Alte Zimmermannswerkzeuge, die Werkstatt eines Schuhmachers und auch eines Büttners dokumentieren die einstigen Arbeitstechniken des Handwerks. Eine kleine Schulstube im Stil der Zeit um 1950 findet das besondere Interesse der Jugend wie auch der Erwachsenen. Dokumente zur Schulgeschichte, eine Wiege, Kinderwägen und Spielzeug sind im angrenzenden Raum zu besichtigen.
Hauswirtschaftliches Gerät

Geräte zur Milch-, Fleisch- und Mehlverarbeitung, Geschirr aus Aluminium und Email, gusseiserne Häfen und Ofenplatten werden in einem weiteren Raum präsentiert. Die hier ausgestellte heimische Tracht wurde nur bis etwa 1850 getragen.
Dagegen zeigt die Exponatenreihe "Vom Waschtisch bis zum Bügeleisen" wie beschwerlich die Wäschepflege noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts war. Bibeln, Predigtbücher und Patendanksprüche verdienen als Zeichen der Volksfrömmigkeit besondere Beachtung, wie auch eine Vitrine mit Dokumenten, die dem Wirken Wilhelm Löhes in Merkendorf gewidmet ist. In Vitrinen sind gläserne Bierhumpen, Zierporzellan, einheimische Irdenware und Steinzeug aus dem Westerwald ausgestellt. Zur Keramik rechnen wir auch die Feierabendziegel.














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