Hammer- und Waffenschmiede-Museum

Deutschland -> Bayern -> Eichstätt -> Altmannstein


In vorchristlicher Zeit haben bereits die Kelten im Donauraum Eisenerz gefunden und bearbeitet. Sogenannte Keltenschlacke als Reste des Verhüttungsprozesses wird heute noch gefunden (Proben davon sind im Hammerschmied-Museum zu sehen).
Die Römer haben nicht ohne Grund später ihren Limes (Grenzwall) ausgebuchtet, der über die Schambach greifend die Schafshiller Gruben mit den Römerstraßen 21 und 25 umschloß. Etwa 4 km von Hexenagger entfernt sind die Gruben des ehemaligen Tagebaues im Wald leicht zu finden, aus denen Doggererze mit einem Eisengehalt bis zu 20 % geschürft wurden. Erste urkundliche Unterlagen zu unserer Hammerschmiede - ursprünglich zum Schloß gehörig - stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Um 1470 muß hier die Staustufe und das Hammerwerk entstanden sein. Pflug und Schwert sowie alle scharfen Sachen aus der Haus- und Landwirtschaft wurden hier in der Bauchlage wegen des erhöhten Andrucks mit Wasserkraft am Sandstein bearbeitet. Die Blütezeit der "eisernen Oberpfalz" lag im 17. Jahrhundert, als etwa 350 Hämmer für den Gewerbefleiß zeugten und Handelsbeziehungen bis nach Frankreich und an die Ostsee bestanden. Inzwischen hatten sich schon einige Geschlechter auf Schloß Hexenagger abgelöst, und als tatkräftiger und weitblickender Schloßherr brachte Max Albrecht von Muggenthal, Herr von Sandersdorf und Hexenagger - 1693 in den Reichsherrenstand erhoben -, die Eisengruben von Schafshill zu neuer Blüte und versorgte mit den Überschüssen die Hämmer in der Riedenburger Umgebung.








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Hammer- und Waffenschmiede-Museum Altmannstein